Es ist die Woche der Illusionen. Der EZB-Präsident Mario Draghi beseitigt den Zins und meint dadurch Wohlstand erzeugen zu können. Und Sonntag wählen die Griechen wahrscheinlich mehrheitlich die linksextreme Partei Syriza mit deren Vorsitzenden Alexis Tsipras zur stärksten Kraft im

IMG_1059.JPG Als am Donnerstagmorgen kurz nach 10 Uhr in der Schweiz alle Sirenen heulten, lag das nicht daran, dass am Matterhorn eine Schneelawine ins Tal stürzte, sondern es war die Kurslawine des Euro gegenüber dem Schweizer Franken, der die Finanzwelt erschüttert. Zeitweise verlor der Euro gegenüber dem Franken 30 Prozent an Wert. Am Ende des Tages waren es immer noch 14 Prozent. Ein Euro kostete annähernd soviel wie die Schweizer Währung. Das gab es noch nie. Der Schweizer Aktienindex verlor in der Spitze 13 Prozent. Zum Vergleich: Am Tag der Terroranschläge am 11 September 2001 verlor der Deutsche Aktienindex Dax 8,5 Prozent.

frankschaefflerWo sind sie, die beiden mächtigsten Verbände in Deutschland? Was machen die „Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände“ (BDA) und der „Bundesverband der Deutschen Industrie“ (BDI) eigentlich, um die Rechte ihrer Mitglieder zu sichern? Eigentlich wäre ihre Aufgabe, die sie finanzierenden Mitglieder vor den willkürlichen Eingriffen des Staates in deren Eigentum zu schützen und zu bewahren. Doch sie arrangieren sich mit den Mächtigen im Kanzleramt und betonen vorauseilend, was sie nicht schon alles gemacht haben, um den Frauenanteil in ihren Mitgliedsunternehmen zu erhöhen. Es ist ein Trauerspiel. Denn seit der Einführung der paritätischen Mitbestimmung in Aufsichtsräten 1976 ist die verbindliche Frauenquote in Aufsichtsräten wohl der größte Eingriff in das Eigentumsrecht des Einzelnen in der jüngeren deutschen Geschichte.

frankschaeffler

Drei-König ist für die FDP wie Ostern und Weihnachten zusammen. Im Stuttgarter Staatstheater wird das freidemokratische Jahr eingeleitet. Dort werden kluge Reden geschwungen, heftig applaudiert und Optimismus verbreitet. Das ist auch notwendig, denn die Wahrnehmung und die Umfragen sind schlecht. Lediglich das Institut Allensbach sieht die FDP noch bei 3,5 Prozent, zwei Institute veröffentlichen die Zahlen schon gar nicht mehr und der Rest sieht die Liberalen bei gerade mal 2 Prozent. Ein Wiederaufstieg, auch ein langsamer, sieht anders aus.

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