Grün wirkt! Der Segen von VaterIn Staat

Grün wirkt!  Der Segen von VaterIn Staat

Die Grünen sind die Speerspitze einer Umerziehungsbewegung, deren geistige Väter und Mütter wahrscheinlich bis zu den Jakobinern zurückreichen. Jüngstes Beispiel ist die Forderung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler, ein Rauchverbot in Autos gesetzlich festzuschreiben, wenn dort Kinder mitfahren. Mortler gehört zwar nicht den Grünen an, sondern der CSU, das macht die Sache aber nicht besser. Ganz im Gegenteil.

Die Forderung, die Mortler jetzt aufstellt, stammt nämlich nicht von ihr, sondern von Bärbel Höhn. Sie verlangte bereits 2006, dass Kinder unvernünftiger Eltern so geschützt werden müssen. Neulich las ich, dass man diesen Gedanken doch konsequent zu Ende denken müsse. Wenn Kinder vor ihren unvernünftigen Eltern geschützt werden müssen, dann wäre es doch konsequent, wenn die Mortlers und Höhns diesen Eltern die Kinder verbieten würden. Denn wenn diese Gefahr laufen, durch Zigarettenrauch gesundheitlich geschädigt zu werden, dann geschieht dies ja nicht nur im Auto. Und diese rauchenden Rabeneltern gehen sicherlich sonst auch unverantwortlich mit ihren Blagen um. Oh Gott! Das wäre unverantwortlich.

Oder es ist der Angriff der Alt-68er auf die bürgerliche Gesellschaft? Dieser findet seit langem auf ihren Kernbereich statt, die Familie. Immer mehr wird die Familie demokratisiert und dem Mehrheitsprinzip in der Gesellschaft unterworfen und die Demokratisierung in allen Lebensbereichen durchgesetzt. Wenn sich am Ende über 50 Prozent gegen unvernünftige Eltern mit Kindern aussprechen, dann ist jedes Mittel recht.

Wie sich diese Mentalität gesellschaftlich durchsetzt, zeigt das Beispiel der CSU-Frau Mortler. Früher haben die Christsozialen noch mit dem Slogan: „Freiheit statt Sozialismus“ geworben, heute wollen sie das Rauchen im eigenen Auto verbieten. Nicht das Individuum zählt, sondern die Volksgesundheit. Nicht der Einzelne darf entscheiden, was er mit seinem Hab und Gut macht, sondern die demokratische Mehrheit entscheidet das für ihn. Praktisch. Muss er sich doch keine Sorgen mehr über die Zukunft machen. Dieses heimelige Gefühl in den Armen eines fürsorglichen Vater Staats zu liegen, gefällt vielen. Allenfalls würden sie Vater Staat noch gerne gendern. VaterIn Staat – oder so …

Dieser Beitrag erschien zuerst im Magazin „eigentümlich frei“, Ausgabe 156, Oktober 2015

Foto: Clear Frost auf Flickr.

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