Es ist die Woche der Illusionen. Der EZB-Präsident Mario Draghi beseitigt den Zins und meint dadurch Wohlstand erzeugen zu können. Und Sonntag wählen die Griechen wahrscheinlich mehrheitlich die linksextreme Partei Syriza mit deren Vorsitzenden Alexis Tsipras zur stärksten Kraft im

IMG_1059.JPG Als am Donnerstagmorgen kurz nach 10 Uhr in der Schweiz alle Sirenen heulten, lag das nicht daran, dass am Matterhorn eine Schneelawine ins Tal stürzte, sondern es war die Kurslawine des Euro gegenüber dem Schweizer Franken, der die Finanzwelt erschüttert. Zeitweise verlor der Euro gegenüber dem Franken 30 Prozent an Wert. Am Ende des Tages waren es immer noch 14 Prozent. Ein Euro kostete annähernd soviel wie die Schweizer Währung. Das gab es noch nie. Der Schweizer Aktienindex verlor in der Spitze 13 Prozent. Zum Vergleich: Am Tag der Terroranschläge am 11 September 2001 verlor der Deutsche Aktienindex Dax 8,5 Prozent.

[caption id="attachment_1686" align="alignleft" width="150"]fire-buring-234412889851633Dk Am Ende brannte Biedermanns Haus lichterloh[/caption]

Wer heute 30, 40 oder 50 ist, gehört zur belogenen Generation. Niemals in der jüngeren Geschichte dieses Landes war die Rente so unsicher wie heute. Es sind zwei Betrugsfälle des Staates und seiner Institutionen, die diese belogene Generation wegzustecken hat.

Der erste Betrug: Bislang war das Wissen um die demographische Entwicklung und ihre Folgen für ein umlagefinanziertes Rentensystem Allgemeingut in der politischen Auseinandersetzung. Wenn immer weniger Kinder geboren werden und gleichzeitig die Menschen immer älter werden, dann gibt es eigentlich nur vier Möglichkeiten das Finanzierungsproblem künftiger Renten in den Griff zu bekommen. 1. Beitragssatzsteigerung, 2. Verschiebung des Renteneintrittsalters, 3. Rentenkürzung oder 4. einen höheren Steuerzuschuss für die Rentenkasse. An den Gesetzmäßigkeiten der Demographie konnte deshalb auch Norbert Blüm nichts ändern als er 1986 plakatierte: "denn eins ist sicher: Die Rente"

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