Zinsplattformen im Visier der Regierung

Zinsplattformen im Visier der Regierung

Die Bundesregierung prüft eine strengere Regulierung von Zinsplattformen wie Weltsparen oder Zinspilot. Das geht aus der aktuellen Kleinen Anfrage des FDP-Finanzexperten Frank Schäffler hervor. In Zeiten von Null- und Negativzinsen greifen sowohl Banken als auch Anleger auf Zinsplattformen zurück. Die Banken können so Kundeneinlagen an andere Institute weiterleiten. Denn für die Einlagen verlangt die Europäische Zentralbank (EZB) einen Zins von minus 0,5 Prozent, wenn Banken ihre Mittel dort parken.

Die Anleger wiederum freuen sich über etwas mehr Zinsen, die ihnen Institute aus dem europäischen Ausland oder mit einem wenig auf Einlagengenerierung ausgerichteten Geschäftsmodell zahlen. Diese Banken sind dann aber auch riskanter, weil sie höhere Zinsen bieten müssen, um sich über Kundeneinlagen finanzieren zu können. Deshalb werben die Zinsplattformen mit der gesetzlichen Einlagengarantie von bis zu 100.000 Euro je Kunde und Bank. „Die Vermittlung von Einlagen durch Banken über Zinsplattformen an risikoreichere Institute ist letztlich eine Perversion des Bankgeschäftes. Die Ursache dafür liegt aber nicht in der mangelnden Regulierung, sondern in der Negativzinspolitik der EZB.“, so Schäffler weiter.

Des Weiteren zeigt die Kleine Anfrage, dass nur die Hälfte (2.043 Mrd. von 4.134 Mrd.) der Einlagen gesetzlich gesichert sind. (Frage 1-3) Das verdeutlicht wie wichtig die privaten Einlagensicherungen sind. In dem Zusammenhang ist auch interessant, dass die Reformgespräche zwischen der EZB und den Sparkassen immer noch anhalten und es weiterhin keine Einigung gibt. (Frage 6 & 7)

Die vollständige Kleine Anfrage können Sie hier einsehen: Antwort – Einlagensicherung

 

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