Abendliches Jubeln während Fußball-WM erlaubt

Zur heute vom Bundeskabinett beschlossenen Verordnung zur Änderung der Sportanlagenlärmschutzverordnung, wonach öffentliche TV-Übertragungen während der Fußballweltmeisterschaft auch nach 22.00 Uhr möglich sind, erklärt der Bünder FDP-Bundestagsabgeordnete Frank Schäffler:

Die christlich-liberale Bundesregierung hat heute eine Ausnahmeregelung der Lärmschutzverordnung beschlossen, die öffentliche Fußballübertragungen während der Fußball-Weltmeisterschaft nach 22.00 Uhr erlaubt. Diese Nachtlärmgenehmigung ist angemessen und sichert damit das „public viewing“ während der WM in Südafrika. Schon bei der WM 2006 in Deutschland und der EM 2008 waren die Erfahrungen mit öffentlichen Fußballübertragungen auch im Kreis Herford sehr gut. Die Fußballfans waren friedlich und auch viele Familien haben an den Großveranstaltungen teilgenommen.

Nach geltendem Recht müsste die Lautstärke bei Live-Übertragungen ab 22.00 Uhr gesenkt werden. Eine existierende Ausnahmeregelung in der Sportanlagenlärmschutzverordnung betrifft nur öffentliche Fußballstadien. Mit dem heutigen Beschluss können öffentliche Fernsehübertragungen auch bei der diesjährigen Fußball-WM bis in die späten Abendstunden der Stimmung entsprechend übertragen und bejubelt werden.

Wer dies jedoch als Freifahrtschein für Dauerschallpegel über die gesamte Weltmeisterschaft ansieht, muss enttäuscht werden. Die Ausnahmeregelung gilt nur für die Tage, in denen wirklich ein Abendspiel übertragen wird. Bei aller Fußballeuphorie dürfen wir die Anwohner nicht vergessen, denn auch deren Interessen müssen beachtet werden. Die jetzt beschlossene Regelung schafft einen unbürokratischen Interessenausgleich.

Damit ist Deutschland von politischer Seite aus gut auf die WM in Südafrika vorbereitet und einem neuen „Sommermärchen“ steht nichts mehr im Wege. Jetzt muss unsere Nationalmannschaft nur noch gute Spiele liefern.

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