Anmerkungen zur Steuergerechtigkeit

Kurzfassung meines Beitrags zu dem Buch „Freiheit: gefühlt – gedacht – gelebt. Liberale Beiträge zu einer Wertediskussion„, herausgegeben von Philipp Rösler und Christian Lindner:

Das eigentliche Ziel einer Steuerpolitik, die notwendigen Aufgaben des Staates zu finanzieren, tritt hinter das ideologische Ziel der Umverteilung zurück. Immer mehr „Normalverdiener“ rutschen in den Bereich des Spitzensteuersatzes. Dies trifft besonders die Mitte der Gesellschaft und entzieht ihr Freiräume, das Leben nach eigenen Werten und Glücksvorstellungen zu gestalten.

Doch wie sieht eine gerechte Steuerwelt aus? Im Kern müssen alle, Bürger wie Unternehmen, ihr Einkommen immer genau mit dem gleichen tariflichen Steuersatz versteuern, egal wann sie ihre Konsum- oder Investitionsentscheidungen treffen. Sind Einkommensbestandteile bereits durch Einkommen- oder Körperschaftsteuer „vorbelastet“, müssen diese entsprechend bereinigt werden. Dies kann durch den steuerlichen Abzug einer marktüblichen Verzinsung bei Spar- und Investitionskapital oder durch den Übergang zu einer nachgelagerten Besteuerung erreicht werden.

Beide Methoden führen zum gleichen Ergebnis. Diese neue Steuerwelt würde das herrschende Verhältnis von Staat und Bürgern neu ausrichten. Die Steuergerechtigkeit würde erstmals nicht verletzt und man könnte mit Friedrich Naumann zu Recht sagen: „Der Staat, das sind wir!“

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