Botschafter bestätigt: Sperrzeiten des Truppenübungsplatzes Senne werden bis 2020 zunehmen

Botschafter bestätigt: Sperrzeiten des Truppenübungsplatzes Senne werden bis 2020 zunehmen

In einem Brief hat sich der heimische Bundestagsabgeordnete und Bezirksvorsitzende der FDP-OWL, Frank Schäffler, an den britischen Botschafter gewandt. Anlass dazu bildete die anhaltende Diskussion über die erweiterten Sperrzeiten des Truppenübungsplatzes Senne, der der Entscheidungshoheit der britischen Streitkräfte unterliegt. Schäffler appellierte in dem Schreiben, dass der Botschafter für Klarheit sorgen möge und schlug ein gemeinsames Nutzungskonzept vor.

Dem Appell kam der britische Botschafter, Sebastian Wood, nun nach. Im Antwortschreiben erklärt dieser: „Die Nutzung des Truppenübungsplatzes Senne wird voraussichtlich bis 2020 zunehmen, aber ich kann Ihnen versichern, dass dies weiterhin im Einklang mit dem Senne-Abkommen geschehen wird…“. Das bedeutet, dass die gemeinsam genutzten Straßen offiziell geöffnet bleiben, wenn auf dem Gelände keine Übungen stattfinden, es jedoch definitiv zu den erweiterten Sperrzeiten kommen wird. Wood versprach, dass die Senne auch zukünftig der Öffentlichkeit zugänglich sein und die Umstrukturierung der britischen Armee in Deutschland auf das Abkommen keine Auswirkungen haben wird.

Der FDP-Bezirksvorsitzende OWL, Frank Schäffler, versteht die Sorge der Bürger: „Die Sperrzeiten werden zunehmen und die Bürger werden auf ihrem täglichen Weg zur Arbeit einen großen Umweg in Kauf nehmen müssen.“ Dennoch ist Schäffler an einem offenen Austausch mit den britischen Streitkräften interessiert und begrüßt, dass der Botschafter die Information über Sperrzeiten verbessern möchte. Auf diese Weise sollen die Anwohner den drohenden Umweg früh genug einplanen können.
„Die voraussichtlichen Sperrzeiten für bevorstehende Übungen werden jetzt auf dem Internetportal BFGnet veröffentlicht.“, teilte Sebastian Wood mit. Darüber hinaus soll demnächst eine App an den Start gehen, die die Zeiten und Informationen rund um den Truppenübungsplatz übersichtlich auflistet.

„Das sind Schritte in die richtige Richtung und zeigen, dass wir in einem engen Austausch mit den Briten sind. Vor allem bei uns in Ostwestfalen haben wir immer eine enge Zusammenarbeit gepflegt. Das wollen wir auch in Zukunft beibehalten.“, betont Schäffler. Um einen engen Austausch ist auch die britische Seite bemüht. Der Botschafter vermittelte den Kontakt zum verantwortlichen Brigadier Richard Clements, der in Zukunft für direkte Fragen zur Verfügung steht.

 

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