Deutschland immer noch Hochsteuerland

Deutsche Unternehmen sind durch Steuern höher belastet als ihre ausländischen Wettbewerber. Auch nach der von der schwarz-roten Koalition für 2008 geplanten Reform der Unternehmensbesteuerung werden die Steuersätze nicht auf ein wettbewerbsfähiges Niveau sinken. Die Union hat sich längst von ihren ehrgeizigen Steuerplänen verabschiedet und die SPD würde den Beitrag von Unternehmen und Leistungsträgern zur Staatsfinanzierung am liebsten erhöhen statt senken. Dabei tragen in Deutschland schon jetzt wenige Schultern die meiste Last: 10% der Einkommensteuerpflichtigen mit den höchsten Einkünften zahlten im letzten Jahr 57% des gesamten Lohn- und Einkommensteueraufkommens.

Die falsche Behauptung verschiedener politischer Gruppierungen „Unternehmenssteuern sinken – Arbeitnehmer zahlen immer mehr“ wird durch ständiges Wiederholen nicht zur Wahrheit. Das Aufkommen aus der Körperschaftsteuer hat nach dem Einbruch 2001 wieder seine alte Höhe erreicht und die Einnahmen der öffentlichen Hand aus der Gewerbesteuer sind in den letzten Jahren stetig gestiegen. Das Lohnsteueraufkommen ist dagegen immer weiter gesunken.

Eine echte Reform der Unternehmensbesteuerung ist nötig. Das Steuerkonzept der FDP sieht die Gleichbehandlung aller unternehmerischen Einkünfte vor: Gewinne von Körperschaften und von Personengesellschaften sollen mit 25 Prozent in der Spitze besteuert werden. Es soll keine Unterschiede zwischen einbehaltenen und ausgeschütteten Gewinnen mehr geben. Ziel einer wirklichen Steuerstrukturreform muss ein einfaches und gerechtes Steuersystem sein, das die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen auf den internationalen Märkten stärkt. Nur so kann unser Standort wieder in die erste Liga aufrücken.

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