Die Brandmauer aus Zunder, eine Billion Euro groß

fire-buring-234412889851633DkEine Billion: Die Zahl kursiert immer wieder. Kein Wunder: Eine Billion klingt natürlich runder als 850 Milliarden. Und nun hat auch die OECD nach dem Mega-Mega-Schuldenschirm gerufen. Angel Gurría, der OECD-Generalsekretär, will “die Mutter aller Brandmauern” errichtet wissen.

Sprache kann verräterisch sein. Das von Gurría verwendete Bild stammt aus dem Krieg. So wie amerikanische Soldaten eine bunkerbrechende Superbombe “Mutter aller Bomben” getauft haben; wirkt diese falsche Brandmauer. Sie ist aus hochentzündlichem Material gebaut, inflationär geschöpftem Papiergeld. Da kann die “Mutter aller Brandmauern” noch so hoch, so breit, so tief sein. Schon bald wird durch weitere Spekulation auf Staatsinsolvenzen und Bailouts die Lunte an den Billionen-Schuldenschirm gelegt. Dann wird sich herausstellen, was schon bei den vorherigen Schuldenpaketen und -schirmen zu beobachten war: Brandmauern aus Zunder verschlimmern das Feuer und legen alles in Schutt und Asche.

Sprache kann aber auch verschleiernd sein. Was ist denn überhaupt eine Billion? Es ist eine Million mal eine Million. Oder tausend mal tausend mal tausend mal tausend. Es ist eine unfassbare Zahl. Wir können sie uns zumindest ansatzweise vorstellen, wenn wir uns vor Augen führen, dass mit dieser Summe alle Einwohner von Köln auf einen Schlag zu Millionären gemacht werden könnten.

Wenn so viel Geld da ist, dass alle Millionäre sein können, sind die Millionen wertlos. Auf dem Weg dorthin ziehen wir aber immer tiefere Gräben zwischen den Europäern. Die sind so tief, dass man sie auch mit Fantastilliarden nicht zuschütten könnte.

Dieser Beitrag erschien zuerst im INSM-Ökonomenblog

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