Kleine Anfrage: Unternehmensteuerreform gefährdet Private Equity

Die Bundesregierung erkennt die „wichtige volkswirtschaftliche Funktion“ der Private-Equity-Branche an. Das ist aber auch die einzige gute Nachricht. In der Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der FDP-Fraktion sagt die Regierung für Anfang Dezember den Beginn der Arbeit am Referentenentwurf des Private-Equity-Gesetzes zu. Bis Mitte 2007 soll der Gesetzentwurf das Parlament erreichen.

Die Bundesregierung muss ganz allgemein ihr Verhältnis zur Branche klären. Nach den Heuschrecken-Äußerungen der Vergangenheit sprach Staatssekretärin Hendricks von Fonds, deren „Nutzen volkswirtschaftlich eher gering“ sei. Im aktuellen Schreiben spricht die Bundesregierung nun von „sehr unterschiedlichen Marktsegmenten“.

In den ständig neuen sprachlichen Verrenkungen bzw. Beschimpfungen der Branche kommt zum Ausdruck, dass die Bundesregierung es hier wie zuletzt beim Thema REITS wegen der Bedenkenträger der SPD wieder nicht schafft, eine Zukunftsbranche zu fördern. Stattdessen ist die Bundesregierung gerade dabei, der Branche durch die Unternehmensteuerreform nachhaltig zu schaden. Die Bundesregierung räumt in ihrem Schreiben ein, dass „sich nach den gegenwärtig vorgesehenen Eckpunkten zur Unternehmensteuerreform unter Umständen eine steuerliche Abzugsbeschränkung bei den Zinsaufwendungen ergeben“ könne. Die Ausgestaltung der Unternehmensteuerreform wird nun endgültig Klarheit bringen, wie sich die Bundesregierung zur Private-Equity-Branche positioniert.

Hier finden Sie die Antwort der Bundesregierung:

Leave a Reply

Your email address will not be published.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

facebook twitter instagram xing