Leerverkaufsverbot: BaFin reagiert auf Wirecard-Spekulanten

Leerverkaufsverbot: BaFin reagiert auf Wirecard-Spekulanten

Der Zahlungsabwickler Wirecard wurde Ziel jahrelanger Attacken durch einschlägige Spekulanten. Das hat die Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage des FDP-Finanzexperten Frank Schäffler bestätigt. In der Antwort des Finanzministeriums heißt es, dass die Akteure „überwiegend auch schon in der Vergangenheit Netto-Leerverkaufspositionen in der Wirecard-AG“ gehalten haben. Als Folge dessen hatte die Bonner Finanzaufsicht BaFin im Februar alle Wetten gegen Wirecard-Aktien wegen einer „ernstzunehmenden Bedrohung für das Marktvertrauen in Deutschland“ zwei Monate verboten.
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen geht davon aus, dass die Shortseller die „Financial Times“ benutzt haben könnten, um Stimmung gegen Wirecard zu machen. Der FDP-Bundestagsabgeordnete Frank Schäffler: „Die BaFin hat richtig und entschlossen gehandelt. Das mögliche Zusammenspiel von Finanzmedien und Shortsellern muss lückenlos aufgeklärt werden.“ So sollen die Shortseller mit Hilfe der „Financial Times“ die Aktie gedrückt haben, um dank der Leerverkaufs-Positionen Kasse zu machen. Die Wirecard-Aktie war nach Medienberichten über angebliche Bilanzfälschungen in Singapur und über zweifelhafte Geschäftspartner im Ausland, immer wieder abgestürzt, nachdem sie zuvor stark gestiegen war.

Die Kleine Anfrage und die Antwort der Bundesregierung können Sie hier einsehen: Kleine Anfrage „Leerverkaufsverbot der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht“

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