Leserbrief ans Handelsblatt

Sie stellen die Tatsachen auf den Kopf, wenn Sie in der Ausgabe vom 22. Februar einen Artikel zur griechischen Umschuldung mit „Banken retten Griechenland“ überschreiben. Das jetzt beschlossene Paket hat einen Umfang von 130 Milliarden Euro und bis 2020 wird Griechenland zusätzlich rund 350 Milliarden Euro benötigen, um Defizit, Tilgung und Zins zu finanzieren.

Der griechische Defizit im Primärsaldo liegt allerdings bei nicht mehr als 8 Milliarden jährlich. Für den griechischen Haushalt (Renten, Gesundheit, usw.) werden bis 2020 also nur 72 Milliarden gebraucht. Bei den Griechen kommen also nur 72 von 480 Milliarden Euro an, das sind 15 Prozent. Von jedem Steuer-Euro erhalten Griechen demnach 15 Cent, ihre Gläubiger 85 Cent. Deshalb: Der europäische Steuerzahler rettet die Banken, nicht die Griechen!

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