Interview in der Markenpost

Am 19. Juli 2011 sprach Frank Schäffler mit der Markenpost über das Problem der sich verstetigenden Finanzhilfen in der EU.

Das ganze Interview finden sie hier.

Was erwarten Sie vom Euro-Krisengipfel am kommenden Donnerstag?

Der Gipfel muss der Wahrheit ins Gesicht schauen. Wir sind erst am Anfang einer Überschuldungskrise von Staaten und Banken.

Bundeskanzlerin Merkel macht ihre Teilnahme von “klare Lösungen” abhängig. Sind die Probleme der Gemeinschaftswährung überhaupt noch zu lösen?

Ja, aber es hilft nicht, nur Zeit zu gewinnen, sondern es müssen die Regeln in Europa eingehalten werden und die tragenden Säulen der Marktwirtschaft “Haftung” und “Verantwortung” müssen wieder gelten.

Die Währungsunion ist also noch zu retten?

Sicher, wenn die Nichtbeistandsklausel von den Euro-Staaten akzeptiert und von der Kommission durchgesetzt wird. Gleichzeitig braucht der Euro-Raum aber eine Ausstiegsklausel für Länder, deren Leistungsbilanz dauerhaft negativ ist.

Ist die Eurokrise nicht nur eine Krise der Gemeinschaftswährung sondern auch der gesamten Europäischen Union?

Wenn die Regeln dauerhaft geschleift werden, dann zerstört die Überschuldungskrise von Banken und Staaten die Europäische Union. Die EU hat nur als Rechtsgemeinschaft eine Chance, ansonsten macht jeder was er will.

Auch Italien ist nun von der Eurokrise betroffen. Können wir den Espresso in Rom 2012 noch mit Euro zahlen?

Solange sich alle an Regeln halten und kein Land für die Schulden eines anderen Landes haftet oder eintritt, dann ja. Ansonsten wird die Eurozone zerbrechen, weil die Bürger in Europa eine Haftungsgemeinschaft auf Dauer nicht mitmachen werden.

Die drei großen Ratingagenturen stehen in der Kritik, sie heizten die Krise noch weiter an. Denken sie, dass die Ratingagenturen zu großen Einfluss haben?

Der Staat hat den Einfluss der Ratingagenturen in den letzten Jahren durch seine Regulierungsmaßnahmen massiv ausgeweitet. Jetzt beklagen die Regierungen ein Oligopol, das sie durch ihre Regulierung selbst zementiert haben. Das Fieberthermometer ist nicht Schuld an der Lungenentzündung, das sollte allen bewusst sein.

Der Goldpreis jagt von Rekordhoch zu Rekordhoch. Sehen Sie eine große Flucht in den sicheren Hafen der Edelmetalle?

Gold und Silber waren in der Geschichte des Geldes immer der sichere Hafen, das ist auch jetzt so.

Auch der Schweizer Franken steigt deutlich, die Schweizer Wirtschaft klagt. Ist auch der Franken ein sicherer Hafen?

Kommt es zu einer größeren Schieflage im Bankensektor, dann hat die Schweiz mit ihren beiden Großbanken sicher auch ein Problem.

Am 2. August sind die USA zahlungsunfähig. Wird es Ihrer Ansicht nach zu einer Einigung im US-Kongress kommen?

Ja, sicher, die USA sind das “Griechenland dieser Welt”, deshalb wird die Verschuldungspolitik fortgesetzt, “auf Teufel komm’ raus”.

Die meisten Staaten und Bürger leben auf Pump. Ist dies – unabhängig von der jetzigen Krise – zum Scheitern verurteilt?

Wir brauchen eine Sparkultur, die die Verschuldungskultur ablöst, nur das ändert das derzeitige Problem. Wir haben über Jahrzehnte mit billigem Geld eine Vermögensillusion geschaffen, die mit Geld aus dem Nichts finanziert wurde und die nicht auf realen Ersparnissen beruhte.

Wie würden Sie heute 10.000 Euro investieren?

Ich würde 5.000 Euro in Gold und 5.000 Euro Silber in tauschen.

Statement im Handelsblatt

Am 5. August 2011 äußerte Frank Schäffler sich genüber Handelsblatt Online zu den geplanten Anleihenankäufen der EZB wie folgt: Die EZB und die Regierungen im Euroraum stehen vor dem Scherbenhaufen ihrer eigenen Politik“ [...] „Unter diesen Voraussetzungen wird Europa in eine große Inflation getrieben, die nichts anderes ist als die Enteignung von Sparvermögen.“

Den gesamten Artikel lesen Sie hier.

Wir haben alle Prinzipien über Bord geworfen

schaeffler_lebenslauf_250.jpgMittwoch, 10. August 2011
Eine Sondersitzung des Bundestages bleibt weiter in der Diskussion. Nachdem in Deutschland debattiert wird, wie mit dem Ankauf hochriskanter Staatsanleihen durch die Europäische Zentralbank umgegangen werden soll, porträtierte der Berliner Tagesspiegel Frank Schäffler:

"Es gibt nicht viele Abgeordnete, die mit nur einer Wortmeldung die Bundesregierung unter Druck setzen können. Dem FDP-Parlamentarier Frank Schäffler ist das am Montag gelungen, wieder einmal"

Das gesamte Portrait finden Sie auf der Website des Tagesspiegels.

Was bleibt von den Parlamenten?

schaeffler_lebenslauf_250.jpgDonnerstag, 11. August 2011
Immer mehr Abgeordnete wehren sich über die Aushebelung des deutschen Bundestages in der Euro-Krise. n-tv.de befragte hierzu Frank Schäffler: "Entweder das Parlament lässt das laufen und degradiert sich damit selbst zu einem Abnick-Verein; oder es steht auf und fordert, dass es auch entsprechend beteiligt wird", so Schäffler.

Den gesamten Artikel finden Sie auf der Website von n-tv.

Eurobonds, Eurobonds und kein Ende in Sicht

geld.jpgDienstag, 16. August 2011
Während Bundeskanzlerin Merkel den französischen Präsidenten Sarkozy besucht, haben sich führende Liberale gegen die Einführung so genannter Euro-Bonds ausgesprochen, in denen die Verbindlichkeiten solider und maroder Staatshaushalte zusammengefasst würden. Im Interview mit RBB Radio eins erklärte Frank Schäffler, wie diese Papiere die Stabilität aller Euro-Staaten gefährden.

Das gesamte Interview finden Sie auf der Homepage des RBB.

Interview: „Wulff hat Recht“

Interview mit der Neuen Frankfurter Presse vom 25. August 2011

Wie beurteilen Sie die Kritik von Bundespräsident Wulff an der Europäischen Zentralbank (EZB)?

SCHÄFFLER: Ich halte seine Äußerungen für sehr wichtig. Denn die EZB begeht einen fortgesetzten Rechtsbruch, indem sie Staatsanleihen überschuldeter Euroländer aufkauft und damit die Schulden sozialisiert. Dass der Bundespräsident dies thematisiert, hat eine sehr weitreichende Bedeutung, welche die Bundesregierung nicht ignorieren kann. Denn letztlich muss Wulff alle Gesetze unterschreiben, bevor sie bei uns in Kraft treten können.

Nicht nur Sie, sondern auch andere Abgeordnete von FDP und Union haben große Vorbehalte gegen die bisherigen Maßnahmen zur Euro-Rettung. Halten Sie es für realistisch, dass die Koalition dabei keine eigene Mehrheit zustande bringt?

SCHÄFFLER: Das halte ich für möglich. Ich halte es sogar für wahrscheinlich bei künftigen Rettungsschirmen, die ohne Zweifel kommen werden.

Wie kommen wir aus der Falle raus?

SCHÄFFLER: Wir sind jetzt erst mal drin in der Transferunion, aber irgendwann werden Länder wie Griechenland oder Portugal vielleicht erkennen, dass sie in der Zwangsjacke des Euro stecken und überlegen, auszutreten. Die Zahlerländer könnten auch aus dem Euro austreten. Ansonsten droht bei uns Inflation. Dann geht es an die Grundfesten unserer Demokratie. Darauf wollte Wulff, glaube ich, aufmerksam machen.

Zerstörung des Sparvermögens

Interview mit Smart Investor vom August 2011

Smart Investor: Herr Schäffler, im Jahre 2010 fielen Sie der breiteren Öffentlichkeit erstmalig mit Ihrer Kritik an der sogenannten Griechenland-Hilfe auf. Was trieb Sie um?
Schäffler: Die Sorge um eine freiheitliche Gesellschaft. Was wir machen, wird unweigerlich zu einer großen Inflation führen. Denn bei der Krise handelt es sich um eine Überschuldungskrise von Staaten und Banken, die wir mit noch mehr Schulden lösen wollen. Am Ende zerstört dies das Sparvermögen der Bürger und damit die Mitte der Gesellschaft.

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