Ich bin kein Phantast

foto-interview_0.jpg"Keinen Cent für die Pleite-Griechen" ist nicht die Position von Frank Schäffler. Dennoch plädiert der "Euro-Rebell" im n-tv-Interview für weniger Europa - er sagt: ein "besseres Europa" - und für eine "geordnete Insolvenz" Griechenlands. Man müssen den Griechen "helfen, aus dem Euro auszusteigen", sagt Schäffler. "Ich bin kein Phantast, ich weiß, das wird sehr, sehr viel Geld kosten."
Mit Frank Schäffler sprach Hubertus Volmer

Der Verschuldung ein Ende setzen

schaeflerwillsch-s.jpgKlaus-Peter Willsch und Frank Schäffler

Die Rettungsschirmpolitik ist vergeblich. Sie verschiebt die Problemlösung in die Zukunft. Die Überschuldungskrise kann nur durch Entschuldung und Wiederherstellung von Wettbewerbsfähigkeit gelöst werden. Die Schulden müssen abgebaut werden.

Hart Aber Fair

schaeffler-hartaberfair_0.pngIn der Sendung "hart aber fair" bei Frank Plasberg diskutierte Frank Schäffler am 26. September 2011 mit Bundesumweltminister Norbert Röttgen, dem Grünen-Fraktionsvorsitzenden Jürgen Trittin, dem Journalisten Hans-Ulrich Jörges und dem Wirtschaftswissenschaftler Max Otte.
Informationen zur und ein Video der Sendung finden SIe auf den Seiten des WDR. Fernsehkritiken lesen Sie in der Welt, der FAZ und dem Handelsblatt.

Die Euro-Retter zerstören die europäische Idee

foto-interview_0.jpgInterview mit dem Online-Magazin Spreerauschen

Herr Schäffler, Sie werden in den Medien gerne als "Euro-Rebell" bezeichnet. Was macht Sie in Hinblick auf die Euro-Krise so rebellisch?

Ich bin Euro-Realist, die "Euro-Retter" zerstören die europäische Idee, weil sie ein Europa des Rechts und der Rechtsstaatlichkeit verhindern und die Marktwirtschaft mit Füßen treten.

Eigenen Worten zufolge zeigen Sie sich davon überzeugt, dass der gerade initiierte Schuldenschnitt für Griechenland im Nirvana endet. Worauf begründet sich Ihre diesbezügliche Einstellung?

Der Schuldenschnitt verringert die Schulden Griechenlands um weniger als 20 Prozent. Griechenland wird dann wieder dort sein, wo es bei Krisenbeginn 2009 war. Es wurde wieder einmal nur Zeit verloren. Griechenland kann im Euro aus seiner Überschuldungskrise nicht herauswachsen, weil es im Euro nicht wieder wettbewerbsfähig werden kann. Der Schuldenerlass führt sogar zu negativen Anreizen im Schuldenclub Euro. Andere Staaten verlangen nun auch einen Schuldenschnitt. Über Portugal und Irland kann man das schon lesen.

Berlin-Direkt Live-Chat

foto-interview_0.jpgBerlin direkt: Der Chat mit Frank Schäffler beginnt zwar erst um 19.30 Uhr, Eure Fragen könnt Ihr aber jetzt schon stellen!

Berlin direkt: Willkommen beim Berlin direkt-Chat zu Steuererleichterung, der Lage der FDP und der Euro-Krise. Wir begrüßen alle Teilnehmer, sowie unseren Chatpartner, den Bundestagsabgeordneten Frank Schäffler. Schönen guten Abend, Herr Schäffler!

Frank Schaeffler: Guten Abend!

Berlin direkt: Herr Schäffler, die Spitzen von CDU, CSU und FDP beraten derzeit im Kanzleramt über den weiteren Regierungskurs. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage nach Steuererleichterungen, doch die Fronten schienen verhärtet. In diesen Minuten heißt es, man habe sich auf eine Lösung verständigt. Wie könnte denn eine Lösung aussehen, die jede Partei als eigenen Erfolg verkaufen kann?

Gefährdet die Euro-Rettung den Frieden in Europa?

Handelsblatt: Der Altliberale Burkhard Hirsch hat mit deutlichen Worten die FDP-Basis aufgefordert, sich gegen den Euro-Rettungskurs der Parteispitze zu stellen. In einem von ihm und dem Finanzpolitiker Frank Schäffler verfassten offenen Brief an die FDP-Mitglieder warnt er zugleich die Parteiführung vor Einschüchterungsversuchen gegen euroskeptische Liberale.

Der Waldgäneger

foto-interview_0.jpgInterview mit 30 Years

30Y: Herr Schäffler, Sie sind im Internet sehr aktiv, Facebook, Google-Plus, Twitter … Welche Bedeutung hat das Internet für Ihre Arbeit?
Schäffler: Ganz wichtig. Das erlaubt mir, so eine Guerillamethode anzuwenden. Wir haben eine Bewegung von unten gestartet, die ohne das Internet nicht möglich gewesen wäre. Ich habe unglaublich viele Verbündete im ganzen Land, die ich zwar noch nie gesehen habe, die mich aber unterstützen. Es ist eine tolle Sache, dass man die Machtfülle der herkömmlichen Medien, des Establishments, der Partei einfach umgehen kann. Ich habe schon sehr früh in Blogs geschrieben und festgestellt, dass es ein wichtiges Medium ist. In den normalen Tageszeitungen bekommt man vielleicht mal einen Satz oder zwei, im Internet kann man sagen, was man denkt.

„Schuldenschirm-Logik wird Europa zerstören“

foto-interview_0.jpgInterview in der Fuldaer Zeitung

Landauf, landab ist von Ihnen als Euro-Rebell die Rede. Sind Sie jemand, der gerne aufwiegelt, oder sind Sie einer der letzten Aufrechten im Land, die sich gegen das Aufspannen immer neuer Rettungsschirme stemmen?
Ich bin kein Rebell. Ich bin seit 24 Jahren FDP-Mitglied und will die Partei wieder zu ihren Wurzeln zurückführen. Der Kurs, den wir aktuell fahren, ist schlecht für Deutschland und auch schlecht für die FDP.

Gerade haben sich die früheren FDP-Vorsitzenden Hans-Dietrich Genscher und Klaus Kinkel klar gegen Sie positioniert. Wie viel Druck verspüren Sie aus Ihrer Partei?
Der Vorgang zeigt, wie nervös die FDP-Spitze angesichts der von mir initiierten Mitgliederbefragung zum dauerhaften Euro-Rettungsschirm ESM ist. Statt sich selbst einzuschalten, schickt sie die ehemaligen Vorsitzenden vor. Doch das schreckt mich nicht.

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