Die Luft muss aus der Blase

Interview mit der Neuen Westfälischen

13.01.2011

Neue Westfälische: Herr Schäffler, beim Dreikönigstreffen der FDP haben Sie ihre Parteifreunde gewarnt: "Die Krise ist nicht beendet. Sie beginnt jetzt erst." Was meinen Sie damit?

Frank Schäffler: Die Überschuldung von Staaten und Banken ist weltweit nicht behoben. Es wurde nur neues Geld in den Markt gepumpt. Und die Blase ist noch größer als vorher geworden.

Neue Westfälische: Wäre es schlimm, wenn Portugal unter den Rettungsschirm käme?

Wir werden zur Kasse gebeten

Interview mit der "Main Post"

21.01.2010

Main Post: Die größte Zukunftsangst der Deutschen ist laut Forsa die vor der anhaltenden Euro-Schuldenkrise. Steht uns ein neues Krisenjahr bevor?

Frank Schäffler: Wir haben zumindest ein Bewährungsjahr für den Euro. Die Schuldenkrise in Europa ist längst nicht überwunden, wir stehen hier erst am Anfang. Insofern ist 2011 ein Schicksalsjahr für den Euro, keine Frage.

Politische Tagesfahrt nach Berlin

Die Schüler der 10. Klasse der Olof-Palme-Gesamtschule besuchten Frank Schäffler im Reichstagsgebäude.Frank Schäffler bekam in Berlin Besuch der 10. Klasse der Olof-Palme-Gesamtschule Hiddenhausen.

Höhepunkt der politischen Tagesfahrt war ein Besuch des Deutschen Bundestages. Hier diskutierten die Schüler mit ihrem Abgeordneten über aktuelle Themen wie die Stabilität des Euro und die Hartz-IV-Gesetze. Außerdem berichtete Frank Schäffler über seine Arbeit als Parlamentarier und beantwortete die vielen Fragen.

Wehret der Allmacht der Bürokraten

Gastbeitrag für die Financial Times Deutschland

17.02.2011

Wenn jetzt in Frankreich von "Wirtschaftsregierung" und in Deutschland vom "Pakt für Wettbewerbsfähigkeit" gesprochen wird, könnte man meinen, die Beteiligten europäischen Regierungen redeten aneinander vorbei. Das ist jedoch nicht so. Beide meinen das Gleiche.

Die kollektiven Rechtsbrüche durch den Bailout Griechenlands und den anschließenden Euro-Rettungsfonds sollen jetzt durch eine "einfache Vertragsänderung" und eine neue Stufe des europäischen Zentralismus nachträglich legitimiert werden. Die gemeinsam vereinbarten Regeln in Europa, die bislang von den meisten Mitgliedsländern nicht angewendet und von der EU-Kommission nicht durchgesetzt wurden, sollen jetzt durch neue Regeln ergänzt werden. Aber anschließend wird sich vermutlich auch wieder niemand daran halten.

Zu Gast bei Frank Schäffler in Berlin

Frank Schäffler und seine Gäste auf der Fraktionsebene des Reichstagsgebäudes (Foto Atelier Schneider)Auf Einladung von Frank Schäffler reisten jetzt 49 politisch Interessierte aus dem Wahlkreis in die Bundeshauptstadt Berlin. Höhepunkt des Besuchs war eine Diskussionsrunde mit dem Abgeordneten im Reichstagsgebäude: Frank Schäffler berichtete über seine Arbeit als Parlamentarier, beantwortete Fragen zu den parlamentarischen Abläufen im Bundestag und diskutierte mit seinen Besuchern kritisch die Ausweitung des Euro-Rettungsschirms. Nach dem Gespräch nahm die Gruppe auf der Besuchertribüne des Plenarsaals an einer Bundestagsdebatte teil, in der es um Entlastung des deutschen Mittelstands ging.

Am nächsten Tag setzten die Gäste ihre politische Informationsfahrt mit einem Besuch im Bundeskanzleramt und einem Gespräch im Bundesrat fort. Aber nicht nur aktuelle politische Themen waren Teil des Programms, sondern auch eine Führung durch die Gedenkstätte Berlin-Höhenschönhausen, die ehemalige zentrale Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit.

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Währungswettbewerb als Evolutionsverfahren

von Frank Schäffler und Norbert F. Tofall

März 2011

Wenn die einzelnen Menschen die freie Wahl hätten zwischen gedecktem Papier-, Buch- und Kreditgeld, das auf ihren Wunsch hin zu hundert Prozent in über die Zeit konstante Mengen oder Standards von realen Vermögensgegenständen eingelöst werden müsste, und ungedecktem Papier-, Buch- und Kreditgeld, das mit null Prozent gedeckt ist, welches Geld würden sie wählen? Dass diese Frage ökonomisch und sozialpolitisch von höchster Relevanz ist, sollte angesichts der ersten Weltfinanz- und Wirtschaftskrise des 21. Jahrhunderts von niemandem mehr bestritten werden. Bis September 2009 haben allein elf westliche Länder ihre Banken mit 5000 Milliarden Euro gestützt, was zwanzig Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung dieser Länder entspricht. Zudem müsste jedem sofort klar sein, dass diese Frage eine Freiheitsfrage ist. Denn die einzelnen Menschen haben in unserem staatlichen Papiergeldmonopol nicht die allgemeine, die für alle gleiche Freiheit, Geld frei zu wählen oder frei zu produzieren.

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