Schlagwort: Geldpolitik

Ihre Einlagen, deren Versicherung und das Trennbankensystem
Beitrag

Ihre Einlagen, deren Versicherung und das Trennbankensystem

Bis zum Weltspartag dauert es noch eine Weile. Obwohl die Sparneigung der Deutschen auf einem historischen Tiefpunkt ist, werden auch dann wieder Omas mit ihren Enkeln zu Bank oder Sparkasse gehen, um die Sparbüchse zu leeren. Hinter dem Sparen steckt eine beachtliche Leistung: Sparer verzichten auf Konsum im Jetzt, um fürs Morgen zu sparen. Dazu...

«Auf dem Weg in den europäischen Superstaat»
Beitrag

«Auf dem Weg in den europäischen Superstaat»

Der deutsche FDP-Bundestagsabgeordnete Frank Schäffler zu Eurokrise und den Beziehungen zur Schweiz. Interview mit der Basler Zeitung Basler Zeitung: Ist die Eurokrise überstanden? Frank Schäffler: Nein. Wir stehen erst am Anfang einer Überschuldungskrise. Wir werden noch ganz viele Probleme erleben in den nächsten Monaten und Jahren. Aber die Verantwortlichen erwecken den Eindruck, dass sie die...

Beitrag

Blasen, Möbel und unser unfaires Geldsystem

Viel spreche ich von den Blasen auf den Immobilienmärkten und wie ihr Platzen Löcher in die Bankbilanzen reißt. Auch über die Ursachen dieser Blasen habe ich hier schon geschrieben, die insbesondere in der Geldpolitik liegen. Zu niedrige Zinsen verfälschen die Rendite von Immobilienprojekten und lassen sie für Investoren und Selbstkäufer attraktiver erscheinen, als sie in...

Beitrag

Das Tohuwabohu der Euro-„Retter“

Gastbeitrag von Frank Schäffler für International Trade News. Journal of Economics Die Eurokrise wird einige etablierte Parteien bis zur Bundestagswahl am 22. September 2013 mehr in Atem halten als ihnen lieb ist. Das gilt vor allem für die Union. Sie wird sich laut des FDP-Bundestagsabgeordneten Frank Schäffler – auch um die Konkurrenzpartei Alternative für Deutschland...

Beitrag

Ende der Kalkulation

„The best things in life are free“, heißt es in einem bekannten Lied. Auch das Produkt der EZB ist bald kostenlos zu haben. Die EZB hat gestern den Refi-Satz von 0,75 Prozent auf 0,5 Prozent gesenkt. Den Zinssatz für die Spitzenrefinanzierungsfazilität senkt sie mit Wirkung zum 8. Mai 2013 um 50 Basispunkte auf 1 Prozent...

Beitrag

Bankenunion – alle Macht der EZB?

Letzte Woche haben die Rettungseuropäer erleichtert den Haken an das Zypern-Paket machen können. Der Bundestag hat mit großer Mehrheit zugestimmt. Die seit Juni 2012 schwelende Gefahr einer zyprischen Staatsinsolvenz haben die Anhänger der sogenannten politischen Union somit abgewendet. Bis zum nächsten Troika-Paket ist somit Zeit, den Fortgang anderer Projekte zu untersuchen. Auf dem Tisch liegt...

Beitrag

Währung sichert keinen Frieden

Aus der Debatte „Pro und Contra: Braucht die Europäische Union den Euro?“ in der Braunschweiger Zeitung. Eine Gegenfrage: Wozu braucht man eine Währung? Geld ist Tauschmittel. Seine einzige Aufgabe ist es, den Austausch von Waren zu ermöglichen. Weitere Funktionen hat Geld nicht – und dürfen ihm nicht zugewiesen werden. Geld darf nicht die Aufgabe haben,...

Beitrag

Wir stehen hier am Anfang der Finanzkrise

Fast 1.500 Milliarden Euro Kreditzusagen wurden im Zuge der Euro-Rettung ausgesprochen. Die Beschlüsse des Bundestages vom 18. April stellen nicht mehr als eine weitere Wegmarke der Finanzkrise dar. Eine Maßnahme nach der anderen wird als notwendig, alternativlos und problemlösend verkauft, helfen wird das alles jedoch nicht. Das Problem liegt viel tiefer – unser Geldsystem ist...

Beitrag

Währungswettbewerb als Entmachtungsinstrument

Gestern hat der Bundestag zu Zypern abgestimmt. Meine kurze Rede (Video | PDF) für die Fraktion finden Sie anbei. Ich hatte nur wenig Zeit, um meine wichtigen Kritikpunkte anzusprechen. Natürlich ist die Euro-Politik vollkommen falsch. Aber der Fall Zypern hat schon noch einige zusätzliche Besonderheiten. Wie Ihnen bereits bekannt ist, ist nicht das zyprische Geschäftsmodell...

Beitrag

Memorandum für Zypern

„Wir wollen nicht, dass die Steuerzahler Banken retten müssen, sondern dass Banken sich selber retten. Das wird im Falle Zyperns der Fall sein.“, so sagte Frau Bundeskanzlerin Merkel am 25. März. Inzwischen sind die Unterlagen für das zyprische Programm verfügbar. Ich nenne es nicht Rettungsprogramm, Zerstörungsprogramm wäre treffender. Die für die zyprischen Banken nötigen Mittel...

Beitrag

Unsinniges Gerede vom zyprischen Geschäftsmodell

Griechenland habe keines, nicht einmal Oliven. Zypern müsse seines ändern. Das von Luxemburg sei zwar ähnlich, aber doch ok. Bei dem von Malta sei indes zu überlegen. Es geht ums „Geschäftsmodell“, das Staaten neuerdings haben. Auch Deutschland habe eines: Es sei Exportnation. Richtig ist, dass verschiedene Branchen in verschiedenen Staaten sich verschieden entwickelt haben. Das...

Beitrag

Ostergeschichte

Am ersten Tag der Woche nach dem Zugriff auf die zyprischen Einlagen kommen die Deutschen früh, als es noch finster war, zur Bank, und sehen, dass ihre Sparvermögen auf dem Konto nicht mehr sicher waren. Da liefen sie und gingen zu den Griechen, Portugiesen, Spaniern, Franzosen und Italienern und sprachen zu ihnen: Sie haben den...

Beitrag

Bargeld ist ein Stück gedruckter Freiheit

Staaten haben verschiedene Möglichkeiten, ihren Haushalt zu finanzieren. Neben der klassischen Finanzierung über die Einnahme von Steuern und die Ausgabe von Staatsanleihen, können sie sich über Inflation gesund kurieren, da diese den realen Wert der Staatsschulden senkt. Doch in der Staatsschuldenkrise, bei Steuerquoten über 50% und zunehmender Inflationsgefahr, scheinen diese altbewährten Methoden nicht mehr auszureichen,...

Beitrag

Lasst die Käufe beginnen!

Das Anleihenkaufprogramm der EZB (dazu hier und hier) steht nach Aussage von EZB-Direktoriumsmitglied Benoît Cœuré bereit. Die Käufe könnten beginnen, sobald ein Land die Bedingungen erfülle. Voraussetzung sei, dass ein Land Anleihen mit unterschiedlicher Laufzeit an den Markt bringe. Irland und Portugal erfüllten diese Bedingungen jedoch noch nicht. Damit wird, auch wenn noch niemand darüber...

Beitrag

Der FISH stinkt vom Kopf her: Die Krise erreicht die Mitte Europas

Vor zwei Wochen musste die viertgrößte Bank der Niederlande, die SNS Reaal, aufgrund von Refinanzierungsschwierigkeiten verstaatlicht werden. Die Kosten der Krise trägt einmal mehr der Steuerzahler. Die Verstaatlichung der SNS Reaal wird die Niederlande unterm Strich knapp 10 Mrd. Euro kosten. Die Bank hatte ein aufgeblähtes Kreditgeschäft im Immobiliensektor und trägt faule Kredite in ihrer...

Beitrag

Wechselkurspolitik: Abwälzen von Verantwortung

Der Eine sagt: 50 kg „gutes“ Fleisch sind besser für Sie als 100 kg „schlechtes Fleisch“. Die Anderen sagen, der Euro sei „irrationalen Bewegungen“ ausgesetzt oder sei „gefährlich hoch“. Besserwisser sind alle drei. Kein Politiker kann besser als Sie entscheiden, was Ihnen schmeckt und wovon Sie sich ernähren wollen. Kein Politiker kann besser entscheiden, wie...

Beitrag

Erpressung und Austritt

Das neue Jahr beginnt, wie das alte endete: Mit Krisennachrichten. Inzwischen ist der Bericht der Kommission über ihren Besuch in Irland im Oktober 2012 fertiggestellt. Irland, so heißt es dort, ist – wie stets jedes Programmland – auf einem guten Weg. Leider ist der Bericht der Kommission Verschlusssache, doch ist der Bericht des Internationalen Währungsfonds...

Beitrag

Weihnachtsgeschichte

Es begab sich aber zur der Zeit, daß ein Gebot von den Märkten ausging, daß alle Staatsschulden neu geschätzt würden. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da die große Bankenkrise war. Und jedes Land ging, daß es sich schätzen ließe, ein jedes zu seinen Gläubigern. Da machte sich auf auch Giorgos...

Beitrag

Zypern – Und täglich grüßt das Murmeltier

Inzwischen liegt der Entwurf eines Memorandums of Understanding für Zypern vor. Er ist vertraulich, doch können Sie ihn hier auf der Seite einer zypriotischen Tageszeitung einsehen. Inhaltlich unterscheidet er sich nur wenig von den Maßnahmen, die mit Spanien, Portugal oder Griechenland vereinbart wurden. Der Bankensektor soll frisch finanziert und saniert, die Vertragsfreiheit im Arbeitsmarkt wiederhergestellt,...

Beitrag

Euro-Stabilität durch konkurrierende Privatwährungen

FRANK SCHÄFFLER und NORBERT F. TOFALL LI-PAPER. Der Wettbewerb zwischen staatlichen Währungen ist nicht ausgeprägt genug, um Geld- und Zinsmanipulationen wirksam zu verhindern. Die derzeitige Euro-Rettungspolitik der europäischen Staats- und Regierungschefs und der EZB folgt dem zentralverwaltungswirtschaftlichen Typ. Die heutige Geld- und Währungsordnung dient als Werkzeug zur Durchsetzung eines europäischen Superstaates, mit dem sich die...

facebook twitter instagram xing