Schlagwort: <span>Geldpolitik</span>

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Euro-Stabilität durch konkurrierende Privatwährungen

FRANK SCHÄFFLER und NORBERT F. TOFALL LI-PAPER. Der Wettbewerb zwischen staatlichen Währungen ist nicht ausgeprägt genug, um Geld- und Zinsmanipulationen wirksam zu verhindern. Die derzeitige Euro-Rettungspolitik der europäischen Staats- und Regierungschefs und der EZB folgt dem zentralverwaltungswirtschaftlichen Typ. Die heutige Geld- und Währungsordnung dient als Werkzeug zur Durchsetzung eines europäischen Superstaates, mit dem sich die...

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Warum funktioniert die Währungsunion nicht?

Warum funktioniert die Währungsunion in Europa nicht? Sind es die unzulänglichen Regeln, sind es die ökonomischen Ungleichgewichte oder ist es die Aufweichung der Maastricht-Kriterien? Dies alles sind sicherlich wichtige Voraussetzungen für einen Währungsraum, ausreichend sind sie jedoch nicht. Wichtig ist vor allem, dass die Länder des Währungsclubs durch gemeinsame Werte geeint sind und diese Werte...

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EZB als Gosplan – Sterilisierung und Neutralisierung

Die EZB beschwichtigt die deutschen Inflationssorgen mit dem Hinweis, dass sie jede Liquidität abschöpfen werde, die durch Offenmarktgeschäfte in Form direkter Anleihenkäufe (Outright Monetary Transactions – OMT) ins System gegeben wird. Diesen Vorgang des Abschöpfens kennt man von Deviseninterventionen wie auch in jüngerer Vergangenheit im Zusammenhang mit dem nun beendeten Securities Market Programme (SMP) der...

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Draghi im Bundestag

Am Mittwoch sprach der Präsident der EZB Dr. Mario Draghi im Bundestag vor. Er kam, um sich und die unter ihm gefassten jüngsten Beschlüsse zum Anleihenaufkauf zu verteidigen. Deutsche Stimmen hatten diese vielfach kritisiert. Auf die geäußerten Bedenken wollte er in seiner Rede eingehen. Man kann seine Rede hier nachlesen. Die Streitfrage kreist dabei um...

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Buchhalternasen – Zurück ins 17. Jahrhundert?

Ein mir als liberaler Ökonom aus Italien vorgestellter Gesprächspartner erklärte mir dieser Tage, es sei doch nur richtig, dass Deutschland das Zahlungsbilanzdefizit der Lateineuropäer durch die Vergemeinschaftung der Schulden faktisch bezahle. Immerhin gehe ein großer Teil der deutschen Exporte in die Eurozone. Es sei doch gut, wenn Deutschland viel exportiere. Und es sei auch besser,...

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DEBE SER POSIBLE QUE LOS BANCOS QUIEBREN

Vor einiger Zeit habe ich über die Notwendigkeit von Bankeninsolvenzen geschrieben. Nur die Möglichkeit einer Insolvenz nimmt den großen Banken das Erpressungspotential aus der Hand. Mein Artikel „Calling the Big Bank’s Bluff“ ist nun auch in spanischer Sprache auf der Webseite des argentinischen Acton Institute erschienen. Link zum Artikel

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Brot heute, Hunger morgen

Vor einigen Tagen besuchte mich eine Gruppe von Anlegern in Berlin und wollte meine Sicht der Überschuldungskrise von Staaten und Banken erfahren. In der anschließenden Diskussion kam dabei die Frage auf, ob die aktuelle Entwicklung eher zu Deflation oder Inflation führe. Um diese Frage beantworten zu können, muss ich erst darlegen, was ich unter Inflation...

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„Nach quantitativer nun auch qualitative Erosion der Währung“

Interview mit Frank Schäffler (MdB) über die EZB, die Bankenunion und wie die Sparein lagen gerettet werden könnten, wenn Banken reihenweise pleitegehen. (Erschienen in Smart Investor 10/2012; Interview: Kristof Berking) Smart Investor: Herr Schäffler, das Bundesverfassungsgericht hat sich in seiner Eilentscheidung zum ESM noch nicht abschließend zu dem unlimitierten Ankaufprogramm der EZB von Staatsanleihen überschuldeter...

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Schöne Bescherung: In der Zwangsjacke

Politische Handlungsfähigkeit ist begehrt. Der eine will sie haben, der nächste zurückgewinnen und der Dritte sie verteidigen. Man kann sie allerdings auch nehmen. Letzteres ist ein urliberales Anliegen, denn der Liberalismus ist die Lehre von den Grenzen politischen Handelns. Deshalb ist das Urteil des Bundesverfassungsgerichts so wertvoll. Es hat die Rettungseuropäer in ihrem Handeln so...

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Schleusen auf

Sparer und Steuerzahler am Fliegenfänger Die EU-Kommission hat nun einen Richtlinienvorschlag für eine einheitliche Bankenaufsicht durch die Europäische Zentralbank vorgestellt. Dieser Vorschlag beruht auf der Gipfelerklärung der Staats- und Regierungschefs vom 29. Juni 2012. Darin heißt es: „Sobald unter Einbeziehung der EZB ein wirksamer einheitlicher Aufsichtsmechanismus für Banken des Euro-Währungsgebietes eingerichtet worden ist, hätte der...

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Ein Europa der Vielfalt

Der Konflikt in Europa über den richtigen Weg zur Überwindung der Schuldenkrise hat zwei wesentliche Facetten. Erstens ist er Ausdruck einer Krise des Geldsystems, die auf dem Geldmonopol der staatlichen Zentralbanken beruht. Die Notenbanken schaffen mit Hilfe der Geschäftsbanken durch deren Kreditvergabe Geld aus dem Nichts, das nicht auf Ersparnissen beruht, sondern per Knopfdruck entsteht....

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Ein Sieg für die Demokratie

Gastkommentar im Handelsblatt (13.09.2012, S. 48) Frank Schäffler glaubt, dass die Verfassungsrichter die Rettungseuropäer in die Schranken weisen. Das Bundesverfassungsgericht hat geurteilt, dass die Ratifikation des Vertrages zur Einrichtung des Europäischen Rettungsfonds (ESM) vorerst nur erfolgen darf, wenn völkerrechtlich sichergestellt wird, dass sämtliche Zahlungsverpflichtungen Deutschlands auf 190 Milliarden Euro begrenzt bleiben. Damit gibt es zum...

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Murmeltier-Tag

Gestern war erneut Murmeltier-Tag. Mit einer weiteren interventionistischen Maßnahme – diesmal EZB statt Rettungsschirm – werden Hoffnungen auf eine Beilegung der Krise geweckt, die bald wieder enttäuscht werden müssen. Noch lässt die EZB den Zinssatz der Hauptrefinanzierungsfazilität unverändert. Doch das schon vorab in gewissen Kreisen bekannt gemachte Anleihenaufkaufprogramm hat sie wie angekündigt unter dem Namen...

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Zypern unter Rettungsschirm manifestiert Schuldenunion

Interview mit krisentalk.de Sie haben mit anderen Bundestagsabgeordneten einen 10 Punkte Plan zur Bewältigung der Euro-Krise aufgestellt. Was sind Ihre wichtigsten drei Forderungen? Die drei wichtigsten Forderungen sind, dass wir erstens den Austritt aus der Eurozone ermöglichen müssen, zweitens ein Mittel brauchen, um Regelbrecher aus dem Euro auszuschließen und drittens dürfen Insolvenzen von Staaten und...

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Vom Ende der Staatsinsolvenz in der Eurozone

Die Beschlüsse des Bundestags vom vergangenen Freitag haben Auswirkungen, die sich zum heutigen Zeitpunkt nicht vollends überblicken lassen. Zu diffus sind die Hoheitsbefugnisse des Europäischen Stabilitätsmechanismus, zu vage seine im Fluss befindliche konkrete Ausgestaltung. Doch kann man bei genauem Hinsehen erkennen, wohin die Reise geht. Eines dieser übersehenen Reiseziele ist die Abschaffung der Insolvenzfähigkeit einzelner...

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Betr.: Abstimmung über den ESM – Zusammenfassung der problematischen Punkte

Brief an den Fraktionsvorsitzenden Rainer Brüderle und die FDP-Bundestagsfraktion Sehr geehrter Herr Fraktionsvorsitzender, lieber Rainer, liebe Kolleginnen und Kollegen, am Freitag werden ESM und Fiskalpakt beraten. Ich bleibe bei meiner festen Überzeugung, dass dies – für unsere FDP und für unser Europa – ein schwerer Fehler ist, aus folgenden Gründen: I. Vertrag über die Einrichtung...

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Das Risiko ist zu groß

Burkhard Hirsch und Frank Schäffler Der Vertrag über den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) liegt dem Bundestag vor. Er soll am nächsten Freitag ratifiziert werden. Der Vertrag wird die Finanzarchitektur der Euro-Zone und das Gefüge der Europäischen Union verändern. Gastbeitrag gemeinsam mit Burkhard Hirsch in der WELT Der Vertrag über den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) liegt dem Bundestag...

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EM-Start in Lemberg

Wenn am 9. Juni unsere Nationalmannschaft bei der FußballE M zu ihrem ersten Gruppenspiel gegen Portugal antritt, dann geschieht dies an einem für Liberale interessanten Ort. Lwiw beziehungsweise Lemberg in der Ukraine ist der Geburtsort von Ludwig von Mises. Der 1881 geborene Ökonom war fast in Vergessenheit geraten. Doch sind seine zeitlosen Schriften heute so...

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Banken müssen in Konkurs gehen können

Gastbeitrag in der Neuen Zürcher Zeitung Von Frank Schäffler und Norbert F. Tofall Der gegenwärtige, politisch gewollte Haftungsausschluss für Banken widerspricht sämtlichen marktwirtschaftlichen und rechtsstaatlichen Prinzipien. Der hier vorgestellte Rahmen zur Abwicklung von überschuldeten Banken bei Aufrechterhaltung des Zahlungsverkehrs würde die Marktordnung wiederherstellen. Durch den Beschluss der G-20 vom November 2008, keine systemrelevante Bank untergehen...

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Hat das jemand gelesen, als es unterschrieben wurde?

Das von der schwarz-gelben Koalition definierte deutsche Interesse in der europäischen Staatsschulden-, Banken- und Währungskrise ist klar: Der deutsche Haftungsrahmen soll auf 211 Mrd. Euro beschränkt bleiben. Er soll keinesfalls ausgeweitet werden, hieß es schon im Rahmen der Diskussion um die Hebelung der Europäischen Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF). Noch vertritt die Bundesregierung diese vernünftige Position auch bei...

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