Schlagwort: Märkte

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Ich, der Bleistift

„Ich, der Bleistift“ ist ein Essay von Leonard Read, der zu den Klassikern der freiheitlich orientierten Literatur zählt. Er erschien unter dem Titel „I, Pencil“ erstmals 1958 in der Zeitschrift The Freeman, die von der amerikanischen Foundation for Economic Education herausgegeben wird. Das Competitive Enterprise Institute hat den Essay vor kurzem verfilmt, Manuel Barkhau und...

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Weihnachtsgeschichte

Es begab sich aber zur der Zeit, daß ein Gebot von den Märkten ausging, daß alle Staatsschulden neu geschätzt würden. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da die große Bankenkrise war. Und jedes Land ging, daß es sich schätzen ließe, ein jedes zu seinen Gläubigern. Da machte sich auf auch Giorgos...

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Die 68er-Revolution frisst ihre Kinder

Die Frankfurter Rundschau hat Mitte November einen Insolvenzantrag gestellt. Anfang Dezember wurde die Financial Times Deutschland eingestellt. Was vielfach als Ausdruck des schrumpfenden Zeitungsmarktes in Deutschland analysiert wird, ist dagegen viel mehr. Es ist ein Abgesang auf die 68er und ihre Kinder. Die Frankfurter Rundschau war die Lehrerzeitung der 68er-Generation. Die Financial Times Deutschland war...

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Zypern – Und täglich grüßt das Murmeltier

Inzwischen liegt der Entwurf eines Memorandums of Understanding für Zypern vor. Er ist vertraulich, doch können Sie ihn hier auf der Seite einer zypriotischen Tageszeitung einsehen. Inhaltlich unterscheidet er sich nur wenig von den Maßnahmen, die mit Spanien, Portugal oder Griechenland vereinbart wurden. Der Bankensektor soll frisch finanziert und saniert, die Vertragsfreiheit im Arbeitsmarkt wiederhergestellt,...

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Ausführungen zu der Änderung des zweiten Anpassungsprogramms für Griechenland

Wir werden heute gefragt, den Änderungen des zweiten Anpassungsprogramms für Griechenland zuzustimmen, damit die nächste Tranche in Höhe von 43,7 Milliarden Euro bereitgestellt werden kann. Das Budgetrecht ist unser Königsrecht. Ausgaben haben wir dem Steuerzahler gegenüber zu verantworten. Etwas zu verantworten bedeutet, Antworten geben zu können und die Fragen zu kennen. Wird der Steuerzahler ungeschoren...

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Euro-Stabilität durch konkurrierende Privatwährungen

FRANK SCHÄFFLER und NORBERT F. TOFALL LI-PAPER. Der Wettbewerb zwischen staatlichen Währungen ist nicht ausgeprägt genug, um Geld- und Zinsmanipulationen wirksam zu verhindern. Die derzeitige Euro-Rettungspolitik der europäischen Staats- und Regierungschefs und der EZB folgt dem zentralverwaltungswirtschaftlichen Typ. Die heutige Geld- und Währungsordnung dient als Werkzeug zur Durchsetzung eines europäischen Superstaates, mit dem sich die...

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Irland – Als Tiger gesprungen, als Bettvorleger gelandet

Irland soll Unterstützung für einen „weichen Übergang“ zur Rückkehr an den Kapitalmarkt erhalten. Irland sei auf einem guten Weg, sich zu erholen. Dazu brauche es nur ein wenig Hilfe durch die Rettungsschirme. Man überlege, Irland zu helfen, indem man Teile einer irischen Emission von langfristigen Staatsanleihen durch die Rettungsschirme übernehme. Das Programm müsse nicht ausgeweitet...

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EZB als Gosplan – Sterilisierung und Neutralisierung

Die EZB beschwichtigt die deutschen Inflationssorgen mit dem Hinweis, dass sie jede Liquidität abschöpfen werde, die durch Offenmarktgeschäfte in Form direkter Anleihenkäufe (Outright Monetary Transactions – OMT) ins System gegeben wird. Diesen Vorgang des Abschöpfens kennt man von Deviseninterventionen wie auch in jüngerer Vergangenheit im Zusammenhang mit dem nun beendeten Securities Market Programme (SMP) der...

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Banken müssen in Konkurs gehen können

Gastbeitrag in der Neuen Zürcher Zeitung Von Frank Schäffler und Norbert F. Tofall Der gegenwärtige, politisch gewollte Haftungsausschluss für Banken widerspricht sämtlichen marktwirtschaftlichen und rechtsstaatlichen Prinzipien. Der hier vorgestellte Rahmen zur Abwicklung von überschuldeten Banken bei Aufrechterhaltung des Zahlungsverkehrs würde die Marktordnung wiederherstellen. Durch den Beschluss der G-20 vom November 2008, keine systemrelevante Bank untergehen...

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Das ungelöste Rätsel der Union

Weniges ist so sinnlos wie eine Steuer auf Finanztransaktionen. Ihr erklärtes Ziel ist die Verhinderung von Spekulation. Die unwissenschaftliche und falsche Behauptung ist, Spekulation habe irgendwie die Finanzkrise ausgelöst. Erklären kann das allerdings niemand so richtig, was daran liegt, dass es grober Unfug ist. Man begeht also einen Fehler, wenn man das Scheinargument glaubt, die...

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Die Umverteilung europäischer Bonitätsreserven ist keine Lösung der Euro-Krise

Ziel der Schuldenschirme ist die Ausnutzung der verbliebenen Kreditkapazitäten möglicher Geberländer. Sie sollen helfen, dass die hochverschuldeten Nehmerländer weitere Schulden aufnehmen können. Im Grunde bewirken sie die Umverteilung von Bonität von bonitätsstarken zu bonitätsschwachen Staaten der Euro-Zone. Bonität ist ein endliches Gut. Sie setzt der vergemeinschafteten Kreditaufnahmekapazität eine faktische Grenze. Diese Grenze rückt mit jedem...

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Kapitalismuskritik, richtig gedacht

Kapitalismus ist eine Gesellschaftsordnung, die auf Vertragsfreiheit und Privateigentum beruht. Der Staat schützt die Eigentumsrechte dabei nicht nur für die Konsum-, sondern speziell auch für die Produktionsgüter. In einer solchen Ordnung steuern die individuellen Nachfragebedürfnisse der Menschen die Produktion dezentral. Unternehmen bieten ihre Produkte und Dienstleistungen unter wettbewerblichen Marktbedingungen an. Dadurch ist eine optimale Versorgung...

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Was ein fünfzigprozentiger Schuldenschnitt wirklich bedeutet

Jetzt schreiben es alle. Durchbruch beim gestrigen Gipfel der Staats- und Regierungschefs in Brüssel. Ein Schuldenschnitt von 50 % soll Griechenland wieder Luft verschaffen, damit es endlich aus dem Schuldendiktat herauswachsen kann. Der eine schreibt es vom anderen ab und schon glaubt es die ganze Welt. Wer sich die Zahlen näher anschaut, kommt zu einem...

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Der Rechtsbruch und die Folgen

Viele haben geglaubt, dass der kollektive Rechtsbruch in Europa ohne Folgen bleibt. Als im Mai vergangenen Jahres die Staats- und Regierungschefs, die Kommission und die EZB gemeinsam beschlossen haben, das gemeinsam geschaffene Recht nicht anzuwenden und die Nichtbeistandsklausel einfach zu ignorieren, begann die EZB am 10. Mai mit der Monetarisierung der Staatsschulden der Krisenländer. Der...

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Zündeln, aber kindersicher

Dieser Tage wurde im Wirtschaftsausschuss des Bundestages über eine europäische Norm zur Prüfung von „kindergesicherten Feuerzeugen“ berichtet. Das erschien mir so abstrus, dass ich mir die „Europäische Norm EN 13869:2002“ einmal näher angeschaut habe. Gemeinhin glaubt man vielleicht, dass man als Hersteller an gewisse technische Anforderungen für ein Feuerzeug gebunden ist, um einer Norm zu...

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Herr Trichet, reißen Sie diese Mauer ein!

Wenn die Staats- und Regierungschefs der EU Anfang Februar zu ihrem Gipfel zusammenkommen, dann wird erneut über die Schuldenkrise der Euro-Staaten zu reden sein. Klar ist: Die Überschuldung von Staaten und Banken ist längst nicht bewältigt, sondern wir erleben die Anfänge. Die Märkte sind verunsichert. Wenn Verunsicherung herrscht, ist Transparenz wichtig. Doch daran mangelt es,...

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„Der Euro ist sicher“

Das Gegenteil von gut ist gut gemeint. So muss man das derzeitige Verhandlungsergebnis der Finanzminister in Europa bewerten. Es hat mehrere Schwachstellen. 1. Der Rettungsmechanismus wird verlängert ohne die Gläubiger in den Prozess einzubeziehen. Ursprünglich sollte er zwingend Mitte 2013 auslaufen und damit die Haftungsgemeinschaft nur befristet stattfinden. Jetzt wird sie dauerhaft installiert. Die Höhe...

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Und täglich grüßt das Murmeltier

Was im Spätsommer 2007 die Industriekreditbank (IKB) war und kurze Zeit später der Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers und wieder später der „Staatsfinanzierer“ Hypo Real Estate, entwickelt sich wie ein Albtraum immer weiter. Die Schuldenkrise, die das billige Papiergeld der Notenbanken über Jahrzehnte entfacht hat, frisst sich wie ein Geschwür immer weiter ins System. Bald...

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Bruch in der Zone

Kürzlich berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg über eine Studie des Londoner Capital-Economics-Institute zum Thema „Warum die Euro-Zone aufbrechen muss“. Das ist deshalb interessant, weil gemeinhin die These vertreten wird, die Euro-Zone sei eine Win-win-Situation für alle Teilnehmerländer. Ein drohender Zusammenbruch der Euro-Zone würde die Einzelstaaten mit ihren Währungen zu einem Spielball internationaler Spekulanten machen – wie...

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