Target2: Weidmann-Brief nährt Zweifel an Zeitplan

Target2: Weidmann-Brief nährt Zweifel an Zeitplan

Müssen sich die Banken darauf einstellen, dass der Termin für die „Target2-Konsolidierung“ verschoben wird? Oder geht der „Big Bang“ (so hat die EZB höchstselbst das Projekt getauft) wie geplant und trotz des Rumpelns im November 2022 über die Bühne? Es ist das wichtigste Großprojekt im europäischen Finanzsektor – und betrifft, obwohl es von den Zentralbanken ausgeht, auch die knapp 6.000 Geschäftsbanken der Eurozone, darunter rund 1.700 Banken und Sparkassen hierzulande. Externe Aufträge werden derzeit nicht mehr vergeben, da eine Evaluierung läuft. Anfang März sagte die Bundesbank noch, es gelte weiterhin „der von der EZB veröffentlichte Zeitplan.“

Doch ist sich die Buba ihrer Sache wirklich so sicher, wie sie es nach außen suggeriert wird? Das Antwortschreiben von Bundesbank-Chef Jens Weidmann auf Anfrage des FDP-Politikers Frank Schäffler hin, lässt daran Zweifel offen. Weidmann betont in dem Schreiben nämlich nicht nur, die Target2-Konsolidierung sei „wesentlich komplexer als vergleichbare Projekte aus der Vergangenheit“. Sondern: Er berichtet auch von „Sonderfaktoren“, die eine „intensive Analyse und Bewertung des gegebenen Zeitplans und Kostenrahmens erfordern“. Der FDP-Politiker Schäffler verlangt nun gegenüber Finanz-Szene.de, die über die den Brief exklusiv berichtet haben, dass „endlich die Karten auf den Tisch sollen, wie es um dieses Großprojekt bestellt ist“.

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