Verdachtsmeldungen zu Geldwäsche mit Kryptowährungen fast vervierfacht

Verdachtsmeldungen zu Geldwäsche mit Kryptowährungen fast vervierfacht

Wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage von Frank Schäffler hervorgeht, gehen bei den Behörden in Deutschland immer mehr Verdachtsmeldungen zur Geldwäsche mit Kryptowährungen wie Bitcoin ein. Lag die Zahl der Meldungen bei der Geldwäsche-Spezialeinheit des Zolls (FIU) im Zusammenhang mit Kryptowährungen im Jahr 2018 noch bei rund 570, stieg sie demnach bis 2020 auf rund 2050. Das entspricht fast einer Vervierfachung.

Der FDP-Finanzexperte Frank Schäffler sieht darin nicht grundsätzlich ein schlechtes Signal: „Der Kryptomarkt ist insgesamt größer geworden. Zunehmend steigen auch etablierte Institute ein – darunter die Börse Stuttgart mit ihrer Kryptohandels-App Bison oder Bitcoin-Geldhäuser wie die Berliner Neobank Nuri. Etablierte Institute melden Verdachtsfälle konsequenter, das erklärt einen Teil des Anstieg.“

Trotzdem sieht Schäffler Nachholbedarf bei den deutschen Behörden. „Die Bundesregierung muss den Verfolgungsdruck erhöhen. Bitcoin ist nur pseudo-anonym, die Strafverfolgungsbehörden müssen versuchen, den Weg schmutziger Geschäfte nachzuverfolgen. Hierfür muss dringend Know-how aufgebaut und investiert werden,“ fordert Schäffler.

 

Das Handelsblatt berichtete exklusiv. Den Artikel finden Sie hier.

Die vollständige Kleine Anfrage sowie die Antwort der Bundesregierung können Sie hier nachlesen: Antwort auf die Kleine Anfrage 19-31944 Fraktion der FDP

 

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