Vertuschung im Fall IKB – Jetzt schließt sich der Kreis

Wer ist verantwortlich für den Niedergang der halbstaatlichen IKB Deutsche Industriebank in Düsseldorf? Wer trägt die Verantwortung für den Einsatz von über 10 Milliarden Euro Steuergelder? War es der böse Vorstand, der seinen Aufsichtsrat bewusst im Dunkeln gelassen hat? Oder wurde der Aufsichtsrat über alle Details informiert und trägt Finanzminister Peer Steinbrück, der über einen Abteilungsleiter seines Ministeriums im Aufsichtsrat vertreten war, deshalb eine Mitschuld? Im März letzten Jahres machten die Kleinaktionäre der IKB mächtig Dampf und zwangen den Großaktionär, die bundeseigene KfW, dazu, einen Sondergutachter zu bestellen. Auf meine Frage im August, wann mit einem Ergebnis zu rechnen sei, antwortete das Finanzministerium noch: „Der Bundesregierung liegen daher keine Erkenntnisse über Fertigstellung oder Veröffentlichungszeitpunkt des Gutachtens vor.“ Jetzt steht das Ergebnis fest. Es wird kein Gutachten geben.

Der neue Hauptaktionär Lone Star hat für die Hauptversammlung am 25. März beantragt, die beschlossene Sonderprüfung wieder aufzuheben. Eine gesellschaftsinterne Prüfung der Angelegenheit reiche vollkommen aus – zumal diese unter Wahrung der Vertraulichkeit möglich sei. An der pflichtgemäßen Durchführung der internen Untersuchung gebe es keinen Zweifel. So schließt sich der Kreis.

Jetzt ist auch klar, wieso Lone Star für die IKB-Anteile lediglich 115 Mio. Euro bezahlt und die KfW noch zusätzlich Risiken von 750 Mio. Euro übernommen hat. Das stinkt zum Himmel. Wer deckt hier wen?

Dieser Beitrag ist auch unter www.antibuerokratieteam.net erschienen.

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