Wirtschaft muss Entlastung selbst bezahlen

Die rot-schwarze Bundesregierung verspricht mit ihrer Steuerreform eine Entlastung der Unternehmen. Die Entlastungen in Höhe von ca. 30 Milliarden Euro werden allerdings mit etwa 25 Milliarden Euro aus belastenden Maßnahmen gegenfinanziert. Die Wirtschaft muss ihre „Entlastung“ also weitgehend selbst zahlen.

Ertragsstarke, eigenkapitalfinanzierte Unternehmen werden von der Unternehmensteuerreform profitieren. Ertragsschwache, auf Fremdkapital angewiesene Betriebe werden dagegen durch die Besteuerung von Zinsen hart getroffen: So entsteht eine Mittelstandslücke, die durch neue, komplizierte Regelungen noch verschlimmert wird.

Die Unternehmensteuerreform von Union und SPD verdient ihren Namen nicht. Sie ist mittelstandsfeindlich, greift in unternehmerische Entscheidungen ein, fördert die Bürokratie und schadet dem deutschen Kapitalmarkt. Der rot-schwarze Gesetzentwurf ist geprägt vom Geist des Misstrauens gegenüber Unternehmern und Unternehmen. Den Kern eines guten Steuersystems hat Prof. Dr. Manfred Rose richtig beschrieben: „Ein Steuersystem ist gut, wenn sich Bürger und Staat als faire Partner gegenüberstehen. Ein fairer Staat befolgt in dem Fall zwei goldene Regeln: Steuern einfach machen, Steuern fair machen! Gute Steuern sind damit einfach und fair.“

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