Wo sind sie geblieben, die einst stolzen Banker?

Ob Ackermann, ob Blessing, kein Tag vergeht, an dem deutsche Banker sich nicht in Demut üben. In jedem Interview, das sie geben, findet fast schon ritualisiert ein Bekenntnis zur Schuld der Banken an der Finanzkrise statt.

Höhepunkt der Entwicklung war kürzlich der Auftritt von Coba-Chef Blessing und Finanzminister Steinbrück bei Beckmann. In gebückter Haltung sprach einer der einflussreichsten Banker (und jetzt Staatsbanker) in Deutschland über die Verantwortung und das kollektive Fehlverhalten der Branche. Peer Steinbrück saß als Macher daneben und gefiel sich in seiner Bankerbashing-Rolle. Was waren das noch für Zeiten, als die Privatbanken in Deutschland für Privatisierungen und ein Aufbrechen des Drei-Säulen-Systems kämpften. Jetzt sind sie in Talkshows dankbar, dass Vater Staat ihnen so großzügig hilft.

Wo sind denn die selbstbewussten leitenden Schalterangestellten geblieben? Wann kritisiert endlich mal ein einflussreicher Banker die Rolle des Staates bei der Geld- und Kreditschöpfung? Der Staat hat die Fischteiche geflutet, neue Fische eingesetzt und sie mit Anabolika gefüttert. Den Fischern wird jetzt vorgeworfen, dass sie Fische fangen. Die Größe und Menge der Fische hat der Staat festgelegt. Er ist der Täter.

Dieser Beitrag erschien auch auf www.antibuerokratieteam.net.

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