Zufalls-Amerikaner finden bei Bundesregierung kein Gehör

Zufalls-Amerikaner finden bei Bundesregierung kein Gehör

Zufalls-Amerikaner (Accidental-Americans) werden Personen genannt, welche US-Staatsbürger sind, weil Sie dort geboren wurden, aber darüber hinaus keine oder kaum Verbindungen zu den USA haben. Gleichzeitig haben US-Staatsbürger in Deutschland eine Reihe an Nachteilen z.B. bei der Eröffnung von Bankkonten.
In der Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Frank Schäffler wird deutlich wie sehr die Regierung hier mauert. Immerhin sind 71.000 Personen in Deutschland betroffen, die neben der deutschen auch die amerikanische Staatsbürgerschaft besitzen. (Frage 1)

So sind auch der Bundesregierung „einzelne Fälle“ bekannt geworden in denen Finanzinstitute Kündigungen ausgesprochen haben. (Frage 5)  Auch weitere Dienstleistungen (Wertpapierhandel) scheinen verwehrt zu werden (Frage 6). Eine Rückgabe der amerikanischen Staatsbürgerschaft kostet 2350 US-Dollar und dauert mehrere Monate (Frage 8). Trotzdem lässt sich die Bundesregierung bei dem Problem von den USA leicht abspeisen. Man hätte zwar „Anstrengungen unternommen“ die Auswirkungen für die Zufalls-Amerikaner zu mildern. Mehr als ein Update der FAQ ist aber nicht rausgekommen. (Frage 9)

Der FDP-Bundestagsabgeordnete Frank Schäffler macht Druck auf die Bundesregierung und sagt: „Es kann nicht sein, dass die Betroffenen von der Bundesregierung allein gelassen werden. Dies ist kein Einzelfall und untragbar. Die GroKo muss endlich tätig werden.“

Die Kleine Anfrage sowie die Antwort der Bundesregierung können Sie hier einsehen: Antwort auf die Kleine Anfrage 19-27397 Fraktion der FDP

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